Asanas & ihre Wirkung

Shavasana - Totenstellung

 

Die Totenstellung ist eine Entspannungshaltung, die zur Meditation geeignet ist. Menschen, die an Depressionen leiden sollten diese Übung nicht machen. Es gibt andere Entspannungshaltungen, die besser geeignet sind!

Meditation ist nichts für Yoga-Anfänger. Erst musst Du die Asanas lernen und beherrschen, dann nehmen wir Atemtechniken hinzu (Pranayama: Energie im Körper ausbreiten) und zum Schluss kannst Du lernen zu meditieren. Gib Deinem Geist, die Zeit, die er braucht für die Stille. Stille und Alleinsein (ganz bei sich zu sein, ins Innere zu gehen) zu ertragen oder gar zu genießen ist schwieriger als jede noch so komplizierte Übung!

Ardha Chandrasana

- Halbmond -

 

 

Der Halbmond ist eine wertvolle Übung, um den Gleichgewichtssinn zu schulen. Der Halbmond stärkt zudem das gesamte Nervensystem. Es gibt vorbereitende Übungen auf einem Bein zu stehen, bevor man dieses Asana ausprobiert. Der Baum wäre beispielsweise eine Übung auf einem Bein die Balance zu halten und die Beinmuskulatur aufzubauen, bevor man wie im Halbmond sich seitlich neigt. Auch sollte man vorher Asanas wie beispielsweise die gedrehte Kopf-an-Knie-Haltung üben, um überhapt die starke seitliche Dehnung auszuhalten!

Virabhadrasana II - Krieger/in 2

 

 

Eine machtvolle Pose. Die "Kriegerin 2" verleiht Mut und Kraft und Ausdauer! Sie verleiht Selbstbewusstsein und lässt uns in die richtige Richtung blicken. Sie lässt uns den schwierigen Zeiten den Kampf ansagen und uns nicht den Mut verlieren! Eines der beeindruckensten Asanas für die Psyche überhaupt!

Zudem baut sie die Bein- sowie Pomuskulatur auf und kräftigt die Arme. Durch die Drehung der Fußgelenke, macht sie diese wieder mobiler. Auch die Wirbelsäule profitiert von dieser Übung durch eine sanfte Drehung und natürlich durch die gerade Haltung!

Supta Virasana - liegende/r Held/in

 

Wenn man es schafft in dieser Position zu entspannen, dann hat man seine gesamte Vorderseite so gedehnt und geöffnet, dass man wieder tief und gut durchatmen kann. Auch die Wirbelsäule ist durch die Rückbeuge wieder so flexibel geworden, dass Schmerzen durch Blockaden und steife Muskeln gewichen sind!

Wichtig ist es, zunächst als vorbereitendes Asana den Heldensitz zu üben, um die Knie an die besondere Drehung langsam zu gewöhnen. Man kann den Heldensitz zunächst etwas erhöht auf einem Kissen trainieren und die Dicke des Kissens immer weiter reduzieren über die kommenden Trainingseinheiten. Im liegenden Helden kommt zusätzlich zur Kniedrehung eine Drehung der Hüfte hinzu. Nur wenn diese Drehungen funktionieren, kann die Wirbelsäule entspannen. Macht man die Übung mit aller Gewalt wird man merken, wie sich die Lendenwirbelsäule zu Wort melden wird! Dann bitte einen Schritt zurück zum Heldensitz und Knie- sowie Hüftdrehung üben!

Parivrtta Janu Sirsasana

- gedrehte Kopf-an-Knie-Haltung

 

Dieses Asana ist so anmutig wie eine Dehnübung beim Ballett. Sie enthält den halben Winkel (angewinkeltes Bein), welcher als Vorübung erst mal einwandfrei funktionieren sollte, bevor man sich an die seitliche Dehnung wagt. Denn klappt es noch nicht das angewinkelte Bein ohne Dehnungsschmerzen abzulegen und hängt das Knie noch weit vom Boden entfernt in der Luft riskiert man eine Meniskus-Verletzung! Der Benefit dieses Asanas liegt klar in einer intensiven Dehnung der Beine, Arme und der gesamten Seite! Auch Schulterblockaden werden hervoragend gelöst, gerade bei Menschen, die in der Vorwärtsbeugung Probleme mit der Schulter haben.

Akunchanasana - Kopfstand Variation

 

Wenn man soweit ist, dass man diese Position gut halten kann, kann man zum nächsten Schritt übergehen und den richtigen Kopfstand wagen, Wobei diese Haltung auch schon eine eigenständige Übung im Yoga ist.

Die Balance zu halten und die nötigen Muskeln aufzubauen ist eine Sache, aber wenn man dann soweit ist all seine Angst abzulegen, wird man diese Übung mühelos hinbekommen. Angst ist unser größter Feind, wir können im Yoga lernen, unsere Ängste zu besiegen und uns neu definieren und lernen unserem Körper zu vertrauen, Körper und Geist werden hier eins!

Nicht umsonst wird der Kopfstand als die Königin aller Asanas bezeichnet.

Vrksasana - der Baum

 

Eines meiner absoluten Lieblings-Asanas! Wunderbar erdend für die Psyche und zugleich verbindend mit der göttlichen Energie, wenn man z B. während der Übung die Gebetshaltung über dem Kopf mit den Händen macht.

Wenn ich privat Yoga mache, mache ich dieses Asana immer gerne zu Beginn und zum Schluss meiner Yoga-Einheit und spreche ein kleines Gebet. Es verwurzelt uns mit der Erde, kein Sturm kann uns aus dem Gleichgewicht bringen. Wir sind eins mit der Welt. Es verhilft dem unruhigen Geist zur Ruhe zu kommen, wenn man dieses Asana lang genug hält.

Man wird erstaunt sein, so wackelig wie man sich momentan diese Übung vorstellt, wie fest man dann tatsächlich mit dem Boden verankert ist, sobald der Geist ruhig wird. Dieses Asana baut nicht nur eine gute Beinmuskulatur auf, sondern fordert den Geist auf ruhig zu werden und sich zu konzentrieren. Durch das Asana wird zudem eine gerade Haltung gefördert.

Utkatasana - Stuhlstellung

 

Dieses Asana eigent sich super, um die gesamte Bein- und Pomuskulatur zu kräftigen. Zudem fördert es den Gleichgewichtssinn, wenn man die Übung auf den Zehenspitzen hält. Es kann auch als Vorübung für Garudasana (Adler) dienen, um die Oberschenkelmuskulatur langsam an die Belastung heranzuführen, die in der Stuhlstellung noch auf zwei Beinen stattfindet, aber beim Adler auf einem Bein gehalten werden muss.

Gibt dem gesamten Körper eine schöne Form. Schön wäre es wenn man dieses Asana mindestens 15-30 Sekunden hält. Natürlich hat man als Yoga-Anfänger erst mal den ganzen Fuß auf dem Boden.

Eka Pada Rajakapotasana - Königstaube

 

Die Königstaube ist eine Erweiterung der Übung "die Taube" (Salamba Kapotasana). Bei der Taube hat man noch das hintere Bein gerade am Boden liegen und die Arme sind seitlich abgestützt. Die Königstaube winkelt ihr hinteres Bein an und durch das Umschließen entweder mit dem Ellenbogen oder gar mit beiden Händen entsteht eine intensive Rückbeuge, die für Ungeübte nicht zu unterschätzen ist. Man sollte erst einmal seinen Rücken mit leichteren Rückbeugen an die ungewohnte Haltung gewöhnen, da sonst schnell nachhaltige Schmerzen besonders in der Lendenwirbelsäule entstehen können. Leichtere Rückbeugen wären z. B. die einfache Form der Brücke (nicht zu verwechseln mit dem Rad!). Wenn dann die Taube schon gut klappt, kann man sich an die Königstaube heranwagen. Wobei die Dehnung der halben Spagatstellung auch erst langsam mit Vorübungen trainiert werden sollte.

Dieses Asana erinnert mich ähnlich wie andere Yogapositionen an eine Übung vom Ballett. Anmutig, sanft und grazil, es lässt die übende Person sich von innen heraus schön fühlen!

Tadasana - Der Berg

 

 

Sei wie ein Fels in der Brandung, den nichts erschüttern kann!

 

So einfach dieses Asana aussieht, ist es doch für viele Übende eine echte Herausforderung vom Alltag loszulassen und einfach nur in der Berghaltung für 1-3 Minuten zu stehen. Führt man die Übung mit den Armen über dem Kopf aus, wird man zudem schnell seine Armmuskeln spüren. Korrekt ausgeführt verhilft der Berg zu einer geraden Haltung und ist super bei allerlei Haltungsproblemen. Man sollte viele Muskeln während des Asanas versuchen anzuspannen, seien es die Oberschenkel, der Bauch sollte auch angespannt und als Gegenspieler zum Rücken sein. Man sollte seinen Bauchnabel imaginär Richtung Wirbelsäule ziehen, um so eine gerade Haltung anzunehmen. Weiter oben wird der Brustkorb geöffnet, die Schultern leicht nach hinten gezogen (nicht übertrieben, wir wollen keine Schmetterlingsflügel erzeugen!). Auf der Rückseite werden die Schulterblätter eingeklappt und leicht nach unten gezogen. Es ist immer wieder faszinierend, wenn die Menschen plötzlich lächeln und sagen: "Hey ich habe plötzlich eine bewusste Verbindung zu meinen Schulterblättern, wobei ich vorher gar nicht wusste, dass diese sich bewusst bewegen lassen!" Das lange Halten des Berges beruhigt zudem das Gemüt. Diese Übung wird immer statisch ausgeführt. Ein Berg steht still und bewegt sich nicht! Gerade für hibbelige Menschen wunderbar zum runterkommen geeignet. Ruhigere Konstitutionen sollte allerdings nicht allzu viele statische Übungen in ihr Yogaprogramm einbauen. Der Berg dient mit seiner Ausrichtung und geraden Haltung und der Konzentration auf einen Fixierungspunkt als Basisübung für alle folgenden Balance-Asanas, die auf einem Bein geübt werden. Man gerät viel weniger ins Wanken, wenn man vorher den Berg macht.

- Mehr Asanas in Kürze! -